Donnerstag, Februar 28, 2008
Gestern
war mal wieder einer der seltenen "Schnee"-tage in Tennessee. Wirklich lächerlich eigentlich was da an Puderzucker runterkam. Aber man ist hier einfach nicht drauf eingestellt und so war die Fahrt nach Nashville die Hölle, denn wegen eines Unfalls bei Mile-Marker 35 stand ich ab Meile 24 im Stau und brauchte über eine Stunde für 7 Meilen, bis ich zur nächsten Ausfahrt kam. Insgesamt also 2 1/2 Stunden von Tür zu Tiefgarage.
Montag, Februar 25, 2008
Samstag, Februar 23, 2008
Heute gelesen
wenn die drei heiligen Könige Frauen gewesen wären, hätten sie
1. nach dem Weg gefragt, wären
2. pünktlich gewesen, hätten
3. bei der Geburt geholfen,
4. vorher den Stall aufgeräumt,
5. einen Auflauf mitgebracht
und wir hätten
6. Frieden auf Erden
1. nach dem Weg gefragt, wären
2. pünktlich gewesen, hätten
3. bei der Geburt geholfen,
4. vorher den Stall aufgeräumt,
5. einen Auflauf mitgebracht
und wir hätten
6. Frieden auf Erden
Drinnen und Draußen
Wenn es dir hier - will sagen in Amerika - nicht gut geht, dann weißt du schon mal, dass es keinen Hausarzt mit Notdienst gibt. Du musst also auf jeden Fall in die Notaufnahme eines Krankenhauses fahren, um dich versorgen zu lassen. Das überlegst du dir natürlich zweimal, wenn es sich nur um ein Wehwechen handelt. Außerdem musst du kalkulieren, wann du am besten hingehst. Morgens um 7 ist schlecht, da gehen alle die keinen Arztermin mehr bekommen haben, abends um 7 ist auch schlecht aus dem gleichen Grund, bzw. weil die Arztpraxen nun zu haben. Mein sogenannter "Hausarzt" ist nun auch Freitags geschlossen. Schönes Leben.
Zurück zur Notaufnahme oder dem Titel der Fernsehserie: Emergency Room oder ER (sprich: IEH AR [heiße Kartoffel oder Kieselstein im Mund]). Wenn du dort ankommst und es sind weniger als vierzig Wartende da, dann kannst du schon mal von Glück sagen, weil du dann nur 3 oder 4 Stunden warten musst wenn du Glück hast und zwischendurch keine Herzinfarkte oder halb-heraushängende Gehirnlappen eingeliefert werden. Ansonsten sind alle drinnen und draußen gleich: Man wartet bis man dran ist. Man wartet, wird zwischendurch aufgerufen und "erfasst", Blutdruck, Gewicht, Temperatur, Symptome, Medikamenteneinnahme werden abgefragt, ehe man wieder auf die Wartebank zurückdarf.
Dort wird man dann beschallt von drei verschiedenen Fernsehgeräten mit drei verschiedenen Programmen beschallt. Eins davon hängt in der Kinderecke und strahlt - egal ob Kinder im Raum - einen von den Kindersendern in voller Lautstärke aus. Das kommt besonders gut, wenn der letzte Platz in der Nähe dieses Apparats ist, eh keine Kinder da sind, und dir der Schädel schier platzt weil du Grippe und Fieber hast. Aus der anderen Ecke kommt dir irgendein Krimi entgegen und der dritte Fernseher unterhält dich mit einer spanischen Seifenoper. Damit sich niemand diskrimiert fühlt.
Zur Unterhaltung, so man denn die Augen aufhalten kann trägt natürlich auch das Leute beobachten bei. "Nur noch 25 bis ich dran bin, nur noch 24..."; "was der wohl hat, ach die arme Frau, die sich vor Schmerzen krümmt". Aber hier draußen sind alle gleich. Die Schwester am Empfang kann sie nicht schneller drannehmen, auch wenn sie sich schon seit drei Stunden rhythmisch vor Schmerzen hin- und herwiegt. Als der Ehemann nachfragt, beruhigt sie die Schwester, dass sie bald drankommt, aber es vergeht noch eine weitere Stunde und drei weitere Patienten werden nach "drinnen" gerufen ehe sie endlich dran ist.
Mein Timing war also gut, als ich Dienstag morgens um halb fünf beschloss, in den ER zu fahren um, meine Grippe in Griff zu bekommen bzw. um eine Diagnose und Krankschreibung zu bekommen. Es waren "nur" ca. 10 Leute da, als ich eintrudelte, das sah gut aus, aber beim Empfang ging der Computer nicht und der junge Soldat meinte nur lapidar,macht nix, machen wir von Hand, weil wir eh frühestens in 2 Stunden den nächsten reinrufen können. Also habe ich es mir schüttelgefrostet und kopfbeschmerzt so weit wie möglich vom Kinderfernsehen entfernt bequem gemacht.
Um 6 Uhr morgens wurde ich aber schon nach "drinnen" gerufen. Drinnen und draußen sind wirklich streng getrennt, nicht nur durch die elektrische Glastür, die nur per Nummerncode von außen zu öffnen ist. Draußen weiß nicht was nicht drinnen vor sich geht, warum über eine Stunde niemand reingerufen wird. Drinnen hat keine Ahnung, wer sich draußen vor Schmerzen wälzt, im Fieberdilirium ist oder bereits den 10. Spucknapf füllt. "
Drinnen also, durfte ich mich frei machen, auf eine Pritsche legen und weiter warten. Und warten. Um 6 Uhr 30 kam dann eine Schwester und hat wieder Blutdruck und Temperatur gemessen und Symptome abgefragt. Dann weiterwarten, abbibbern im Hemdchen ohne den dicken Pullover. Immer wieder einnicken, dabei im Halbschlaf die Diagnosen auf den 8 andern Pritschen mithören: Pfeifersches Drüsenfieber, Gleichgewichtsstörungen, Herzprobleme. Dann Schichtwechsel zur Tagschicht ohne eine Arzt gesehen zu haben. Den neuen ER-Chef höre ich laut schimpfen, einteilen, Leute einnorden. Die Urinprobe, die ein junge Frau um 5 Uhr abgegeben hatte stand immer noch im Bio-Pack im Warteraum und war nicht zum Labor gebracht worden. Die Frau in Bett 6 (ich) brauchte einen Nasenabstrich auf Influenza-Viren.
Das passierte auch gleich. Ein junger Soldat (denn mein ER ist im nahegelegenen Militärkrankenhaus), also ein Krankenpfleger in Camouflage-Uniform und Kampfstiefeln ließ es mich selber machen, da er doch etwas grobmotorisch unterwegs war. Dann wieder warten. Das Drüsenfieber will nicht trinken, Arzt droht mit Infusion. Die Frau neben mir fühlt sich nicht ernst genommen und versteht nicht, dass im ER nur Notfallversorgung stattfinden kann und keine Untersuchung chronischer Probleme. Ich nicke wieder ein und höre im Halbschlaf wie der der Chef moniert, dass das Labor keine Stunde für einen Influenza-Abstrich zu brauchen hat, dass das alles viel zu lange dauert. Um 8:30 kommt dann der Arzt (ebenfalls in BDU [battle dress uniform] und Kampfstiefeln) um mich abzuhören, mein Lymphknoten abzutasten etc. Dabei erzählt er mir, dass seine Grippe-Impfung nicht gewirkt hat und er seine ganze FAmilie angesteckt hat. Er konnte mir alle Symptome vorbeten und ich musste nur noch nicken.
Leider habe ich zu lange gewartet mit dem Arztbesuch und es war zu spät für mich das Antivirenmittel zu bekommen. Er verschreibt mir also Ibuprofen, Bettruhe und viel Wasser. Die Krankschreibung ist bis Montag. Das wollte ich da noch nicht glauben, aber heute ist schon Samstag und ich komme gerade mal aus dem Koma wieder hoch... Dann musste ich nur noch in die Apotheke im Keller des Krankenhauses wanken und dort meine Bazillen unter 100 weiteren Leuten verteilen, um mein Ibuprofen abzuholen. Dann konnte ich nach Hause, wo ich die letzten Tage nur im Bett, meist schlafend verbracht habe.
Zurück zur Notaufnahme oder dem Titel der Fernsehserie: Emergency Room oder ER (sprich: IEH AR [heiße Kartoffel oder Kieselstein im Mund]). Wenn du dort ankommst und es sind weniger als vierzig Wartende da, dann kannst du schon mal von Glück sagen, weil du dann nur 3 oder 4 Stunden warten musst wenn du Glück hast und zwischendurch keine Herzinfarkte oder halb-heraushängende Gehirnlappen eingeliefert werden. Ansonsten sind alle drinnen und draußen gleich: Man wartet bis man dran ist. Man wartet, wird zwischendurch aufgerufen und "erfasst", Blutdruck, Gewicht, Temperatur, Symptome, Medikamenteneinnahme werden abgefragt, ehe man wieder auf die Wartebank zurückdarf.
Dort wird man dann beschallt von drei verschiedenen Fernsehgeräten mit drei verschiedenen Programmen beschallt. Eins davon hängt in der Kinderecke und strahlt - egal ob Kinder im Raum - einen von den Kindersendern in voller Lautstärke aus. Das kommt besonders gut, wenn der letzte Platz in der Nähe dieses Apparats ist, eh keine Kinder da sind, und dir der Schädel schier platzt weil du Grippe und Fieber hast. Aus der anderen Ecke kommt dir irgendein Krimi entgegen und der dritte Fernseher unterhält dich mit einer spanischen Seifenoper. Damit sich niemand diskrimiert fühlt.
Zur Unterhaltung, so man denn die Augen aufhalten kann trägt natürlich auch das Leute beobachten bei. "Nur noch 25 bis ich dran bin, nur noch 24..."; "was der wohl hat, ach die arme Frau, die sich vor Schmerzen krümmt". Aber hier draußen sind alle gleich. Die Schwester am Empfang kann sie nicht schneller drannehmen, auch wenn sie sich schon seit drei Stunden rhythmisch vor Schmerzen hin- und herwiegt. Als der Ehemann nachfragt, beruhigt sie die Schwester, dass sie bald drankommt, aber es vergeht noch eine weitere Stunde und drei weitere Patienten werden nach "drinnen" gerufen ehe sie endlich dran ist.
Mein Timing war also gut, als ich Dienstag morgens um halb fünf beschloss, in den ER zu fahren um, meine Grippe in Griff zu bekommen bzw. um eine Diagnose und Krankschreibung zu bekommen. Es waren "nur" ca. 10 Leute da, als ich eintrudelte, das sah gut aus, aber beim Empfang ging der Computer nicht und der junge Soldat meinte nur lapidar,macht nix, machen wir von Hand, weil wir eh frühestens in 2 Stunden den nächsten reinrufen können. Also habe ich es mir schüttelgefrostet und kopfbeschmerzt so weit wie möglich vom Kinderfernsehen entfernt bequem gemacht.
Um 6 Uhr morgens wurde ich aber schon nach "drinnen" gerufen. Drinnen und draußen sind wirklich streng getrennt, nicht nur durch die elektrische Glastür, die nur per Nummerncode von außen zu öffnen ist. Draußen weiß nicht was nicht drinnen vor sich geht, warum über eine Stunde niemand reingerufen wird. Drinnen hat keine Ahnung, wer sich draußen vor Schmerzen wälzt, im Fieberdilirium ist oder bereits den 10. Spucknapf füllt. "
Drinnen also, durfte ich mich frei machen, auf eine Pritsche legen und weiter warten. Und warten. Um 6 Uhr 30 kam dann eine Schwester und hat wieder Blutdruck und Temperatur gemessen und Symptome abgefragt. Dann weiterwarten, abbibbern im Hemdchen ohne den dicken Pullover. Immer wieder einnicken, dabei im Halbschlaf die Diagnosen auf den 8 andern Pritschen mithören: Pfeifersches Drüsenfieber, Gleichgewichtsstörungen, Herzprobleme. Dann Schichtwechsel zur Tagschicht ohne eine Arzt gesehen zu haben. Den neuen ER-Chef höre ich laut schimpfen, einteilen, Leute einnorden. Die Urinprobe, die ein junge Frau um 5 Uhr abgegeben hatte stand immer noch im Bio-Pack im Warteraum und war nicht zum Labor gebracht worden. Die Frau in Bett 6 (ich) brauchte einen Nasenabstrich auf Influenza-Viren.
Das passierte auch gleich. Ein junger Soldat (denn mein ER ist im nahegelegenen Militärkrankenhaus), also ein Krankenpfleger in Camouflage-Uniform und Kampfstiefeln ließ es mich selber machen, da er doch etwas grobmotorisch unterwegs war. Dann wieder warten. Das Drüsenfieber will nicht trinken, Arzt droht mit Infusion. Die Frau neben mir fühlt sich nicht ernst genommen und versteht nicht, dass im ER nur Notfallversorgung stattfinden kann und keine Untersuchung chronischer Probleme. Ich nicke wieder ein und höre im Halbschlaf wie der der Chef moniert, dass das Labor keine Stunde für einen Influenza-Abstrich zu brauchen hat, dass das alles viel zu lange dauert. Um 8:30 kommt dann der Arzt (ebenfalls in BDU [battle dress uniform] und Kampfstiefeln) um mich abzuhören, mein Lymphknoten abzutasten etc. Dabei erzählt er mir, dass seine Grippe-Impfung nicht gewirkt hat und er seine ganze FAmilie angesteckt hat. Er konnte mir alle Symptome vorbeten und ich musste nur noch nicken.
Leider habe ich zu lange gewartet mit dem Arztbesuch und es war zu spät für mich das Antivirenmittel zu bekommen. Er verschreibt mir also Ibuprofen, Bettruhe und viel Wasser. Die Krankschreibung ist bis Montag. Das wollte ich da noch nicht glauben, aber heute ist schon Samstag und ich komme gerade mal aus dem Koma wieder hoch... Dann musste ich nur noch in die Apotheke im Keller des Krankenhauses wanken und dort meine Bazillen unter 100 weiteren Leuten verteilen, um mein Ibuprofen abzuholen. Dann konnte ich nach Hause, wo ich die letzten Tage nur im Bett, meist schlafend verbracht habe.
Freitag, Februar 22, 2008
Samstag, Februar 16, 2008
Hätte man dieses Bild

wegen störender Nacktheit hier in den Südstaaten als Werbung für eine Ausstellung des Malers Lucas Cranach verboten, hätte ich das zwar nicht gut gefunden, aber es hätte mich nicht gewundert. Dass das aber ausgerechnet bei den unschockbaren Briten, genauer gesagt bei den Londoner Verkehrsbetrieben und nicht in der walisischen Provinz passierte, schockt mich nun wieder...
Dienstag, Februar 12, 2008
Seit Jahren
gehen wir schon zum Chiropraktiker, weil es unseren Zivilisationsgeschundenen Rücken einfach guttut, weil meine Migräneattacken um 80 % abgenommen haben, weil eben...
Vor 2 Jahren hat der gute Chiropraktiker eine neue "Dame" am Empfang eingestellt, die inzwischen ja nicht mehr so neu ist. Gut - erst war sie die Neue, dann ging die Alte, dann ging die Chefin, weil ein Baby kam, dann kam eine neue Neue.
Die neue Alte ist nunmehr also die Queen-Bee am Empfang. Sie ist vielleicht 1,60 m groß, nicht unbedingt schlank und trägt wie es hier in allen Arztpraxen üblich ist mehr oder weniger häßliche Scrubs. Ihre Haare sind straßenköterblond, schulterlang, lockig und meist streng in einem Pferdeschwanz nach hinten gebannt. Blaue Schweinchenaugen schauen hervorstehend hinter einem billigen Brillengestell hervor.
Wenn sie spricht ist sie eher derb und ihr Lachen gleicht dem eines wiehernden Esels. Damit kann ich eigentlich gut umgehen. Ich nehme die Leute eigentlich immer so wie sie sind. Seit Frau Chefin nun mit dem neuen Baby zu Hause weilt, haben wir aber Star-Allüren. Da schreiben wir ein Schild auf dem die Patienten gebeten werden, mit ihren Handies zum Telefonieren nach draußen zu gehen, weil (das natürlich als mündlicher Kommentar) sie es leid ist, sich den privaten Scheiß anhören zu müssen. Das wir Patienten aber mitkriegen wenn sie jedem und allem von ihrem Autounfall oder dem Furunkel am Arsch ihrer Tochter erzählt ist ja wurscht. Das schlimmste aber für mich ist, wenn ich anrufen muss oder im Wartezimmer höre wie sie das Telefon beantwortet:
Dann verstellt sie ihre Stimme und beantwortet das Telefon zuckersüß honigtriefend und ellenlang:
XXX Chiropractic, this is XXX, how may I help you?
Da kriege ich regelmäßig Ekelgänsehaut... Wenn der Chiropraktiker nicht so fantastisch wäre, hätte ich schon längst gewechselt. Und es ist ja nicht so dass ich mit der echten XXX nicht umgehen kann. Natürlich muss man im Beruf auch professionell am Telefon sein, ist mir auch klar - aber man kann dabei doch irgendwie man selbst bleiben, oder??
Vor 2 Jahren hat der gute Chiropraktiker eine neue "Dame" am Empfang eingestellt, die inzwischen ja nicht mehr so neu ist. Gut - erst war sie die Neue, dann ging die Alte, dann ging die Chefin, weil ein Baby kam, dann kam eine neue Neue.
Die neue Alte ist nunmehr also die Queen-Bee am Empfang. Sie ist vielleicht 1,60 m groß, nicht unbedingt schlank und trägt wie es hier in allen Arztpraxen üblich ist mehr oder weniger häßliche Scrubs. Ihre Haare sind straßenköterblond, schulterlang, lockig und meist streng in einem Pferdeschwanz nach hinten gebannt. Blaue Schweinchenaugen schauen hervorstehend hinter einem billigen Brillengestell hervor.
Wenn sie spricht ist sie eher derb und ihr Lachen gleicht dem eines wiehernden Esels. Damit kann ich eigentlich gut umgehen. Ich nehme die Leute eigentlich immer so wie sie sind. Seit Frau Chefin nun mit dem neuen Baby zu Hause weilt, haben wir aber Star-Allüren. Da schreiben wir ein Schild auf dem die Patienten gebeten werden, mit ihren Handies zum Telefonieren nach draußen zu gehen, weil (das natürlich als mündlicher Kommentar) sie es leid ist, sich den privaten Scheiß anhören zu müssen. Das wir Patienten aber mitkriegen wenn sie jedem und allem von ihrem Autounfall oder dem Furunkel am Arsch ihrer Tochter erzählt ist ja wurscht. Das schlimmste aber für mich ist, wenn ich anrufen muss oder im Wartezimmer höre wie sie das Telefon beantwortet:
Dann verstellt sie ihre Stimme und beantwortet das Telefon zuckersüß honigtriefend und ellenlang:
XXX Chiropractic, this is XXX, how may I help you?
Da kriege ich regelmäßig Ekelgänsehaut... Wenn der Chiropraktiker nicht so fantastisch wäre, hätte ich schon längst gewechselt. Und es ist ja nicht so dass ich mit der echten XXX nicht umgehen kann. Natürlich muss man im Beruf auch professionell am Telefon sein, ist mir auch klar - aber man kann dabei doch irgendwie man selbst bleiben, oder??
Samstag, Februar 09, 2008
Nächsten Freitag
werde ich substituten, will sagen, eine Deutsch-Dozentin vertreten. Ich dachte, wir kümmern uns mal um deutsche Idiome. Das macht Spaß... vieeeeeeel Spaß. Allerdings ist es nicht so einfach gute Listen zu finden.
Ergo, beginnen wir mit Roger Cicero und seinem Lied
weil da ist ja in jeder Zeile was los, gelle?
Dann noch ein paar Lieblingssprüche:
Und dann, nicht zu vergessen, die Tatsache, dass wir Deutschen das Englische so gerne verhornepipeln...
Höhö, damit sollte man gut und gerne 50 Minuten Spaß haben können, oder?
Ergo, beginnen wir mit Roger Cicero und seinem Lied
Das ganze Leben ist ein Zoo
Du sagst du arbeitest wie´n Ochse.
Dein Chef ist so ein scharfer Hund.
Umringt von affigen Gesockse,
reißt er das Maul auf ohne Grund.
Und seine Frau, die alte Schnäpfe,
vögelt sich quer durch das Büro.
Du sagst du glaubst ein Hamster bohnert.
Das ganze Leben ist ein Zoo! ...ein Zoo...
In dem System da ist der Wurm drin,
wenn über dir das hohe Tier,
mal wieder irgendwas verbockt hat,
macht er zur Schnecke dich dafür.
Der Fisch stinkt eh vom Kopfe her:
Unter aller Sau ist das Niveau.
Du sagst du glaubst dein Schwein pfeift.
Das ganze Leben ist ein Zoo! ...ein Zoo...
Dein Nachbar zedert wie´n Rohrspatz.
Erzählt dir ständig ein vom Pferd,
weil du doch hier das schwarze Schaf bist,
das hinter Gitter wohl gehört.
Der Mann muss echt ne Meise haben
und´n Hirn so groß wie´n Floh.
Du glaubst dich tritt´n Pferd mit Brille.
Das ganze Leben ist ein Zoo! ...ein Zoo...
Der Staat mit seinem Bärenhunger.
Sieht nur den Goldesel in dir.
Hat selbst nen Igel in der Tasche
und nimmt den Löwenanteil dir.
Die melken nur die kleinen Fische.
Die Hechte schon sie sowieso.
Du sagst da wird der Wal zur Blaumeise.
Das ganze Leben ist ein Zoo! ...ein Zoo...
Es tigern die Gerichtsvollzieher,
dir wie die Geier hinterher.
Sie wollen nur an deine Kröten.
Das geht auf keine Kuhhaut mehr.
Und deine Ex die blöde Kuh,
zickt wegen Unterhalt und so.
Du sagst, das ist zum Mäusemelken.
Dass ganze Leben ist ein Zoo!
(Da wird ja das Huhn in der Pfanne verrückt)
Das ganze Leben ist ein Zoo!
weil da ist ja in jeder Zeile was los, gelle?
Dann noch ein paar Lieblingssprüche:
Ich glaub ich bin im falschen Film
Auf der Matte stehen
Ich glaub mich knutscht ein Elch,
Du bist der Stern in meiner Nudelsuppe
bei Nacht und Nebel
Ab durch die Mitte!
Goldene Arschkarte
Man gewöhnt sich an allem - selbst am Dativ.
Keiner ist unnütz, er kann immer noch als Beispiel dienen.
Das geht mir an die Nieren
Holzauge Sei Wachsam
Du Gehst Mir Auf Den Wecker/Keks
Und dann, nicht zu vergessen, die Tatsache, dass wir Deutschen das Englische so gerne verhornepipeln...
English For Oncatchers: Englisch für Anfänger
English For Runaways: English für Fortgeschritte
Bridges-Go-Country
Heavy on the wire
Take you yes in eight
Equal Goes It Loose
I Break Together
Höhö, damit sollte man gut und gerne 50 Minuten Spaß haben können, oder?
Nachtschicht habe ich gestern eingelegt um
Heute habe ich mich selbst verwöhnt
Nachdem ich 20 Aufsätze korrigiert und einen Artikel, gescant, per OCR umgewandelt und geprüft habe (also nachdem ich 8 Stunden durchmalocht habe). Jedenfalls habe ich eine Gemüsepfanne gemacht mit Zwiebeln, roten Paprika, grünen und gelben Zucchini und drei verschiedenen Sorten frischen Pilzen. Wir waren nämlich gestern bei Whole Foods, so'ne Art Reformhaus im Kaufhausformat und da hab ich superlecker Gemüse eingekauft. Dazu habe ich Lamm gebraten und versucht Qinoa zu kochen. Das ist leider missglückt. Das Zeug ist einfach nicht aufgequollen. Aber allein das Gemüse mit den Pilzen war göttlich. Das Lammfleisch ist eher was für den Göga.
Dienstag, Februar 05, 2008
Tornadosirenen
Grade hatten wir wieder das Vergnügen. Sirenen und Lautsprecherdurchsagen. So muss es im Krieg gewesen sein. Und genauso Schiss hat man. Das Sturmradio springt ständig an,im Fernsehen sind alle Programm gecancelt und es läuft nur das Wetter. Und das ist auch gut so.
Die erste Rund ist vorbei, die zweite soll gegen Mitternacht erfolgen. In einer Universität in Jackson TN sind 12 Stunden unterm einem eingestürzten Gebäude begraben. Ich hoffe sie kommen alle halbwegs gut daraus...
Die erste Rund ist vorbei, die zweite soll gegen Mitternacht erfolgen. In einer Universität in Jackson TN sind 12 Stunden unterm einem eingestürzten Gebäude begraben. Ich hoffe sie kommen alle halbwegs gut daraus...
10:30 morgens
und schon 21 Grad... wenn das unser Winter ist, der noch sechs Wochen dauern soll, dann kann ich gut damit leben!
Sonntag, Februar 03, 2008
Und ewig grüßt das Murmeltier
Ute hat dran gedacht - ich nicht. Jedenfalls hat der gute Punxsutawney Phil verkündet, dass noch 6 Wochen Winter sein soll. Mit den für morgen erwarteten 16 Grad halte ich das für ein Gerücht... Bedenklich finde ich aber den Sturm, den man für Dienstag ankündigt. Da muss ich doch fahren, mönsch...
Ansauen
Eigentlich sollte ich ja zu dieser nachtschlafenden Stunde im Bette sein, 1:41 h. Püüüh. Aber heute kam ein Paket mit superschöner Tauschwolle. Und da mir ein bestimmtes Sockenmuster schon lange im Kopf rumschwirrt und ich vorher wirklich ganz brav den Peter Handke fast fertig gelesen habe, so schwer es mir auch fiel, habe ich den Strang gewickelt und zumindest "angesaut" wie es in anderen blogs immer so schön heißt!


Samstag, Februar 02, 2008
Wenn ich nicht
grad so ein abgefahrenes Buch lesen wollen müssen könnten dürfte hätte ich dieses Stöckchen nicht mitgenommen, denn ich bin ja eher stöckschen-allergiker...
dennoch, dies...
soll euch nicht vorenthalten werden!
DOPPELPUNKT:
Wobei ich ja echt sagen muss: Dieser Ausschnitt ist ca. 3000% kohärenter als der Rest vom Buch.
dennoch, dies...
Nimm das Buch, welches Dir am naechsten liegt. Nicht schummeln. Schlage Seite 123 auf. Finde den fuenften Satz. Zitiere die naechsten drei.
soll euch nicht vorenthalten werden!
DOPPELPUNKT:
Aus dem Mund klingt ein sonderbarer Laut.
Der Gewürgte knurrt.
Der Atemstoß läßt ihn zurückspringen.
Wobei ich ja echt sagen muss: Dieser Ausschnitt ist ca. 3000% kohärenter als der Rest vom Buch.
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