Heute ist erster Tag der Sommerschule. Weltliteratur wird geboten. Wir beginnen das Vergnügen mit Gilgamesh. Zuvor aber eine kurze Einweisung warum die Studenten sich überhaupt mit Weltliteratur befassen müssen, wenn sie doch z.B. Ingenieur oder Krankenschwester werden wollen. Ich glaube, ich habe das ganz gut rübergebracht.
Nach Gilgamesh lesen wir Shakespeare, Taming of the Shrew, dann natürlich Goethes Faust. Danach machen wir einen Sprung vorwärts und gleichzeitig rückwärts, denn wir lesen die Penelopiad von Margaret Atwood. Penelope ist die Frau von Odysseus. Na? Klingelt's? Jedenfalls erzählt hier Atwood die Illiad und Odyssee aus der Sicht von Penelope ABER in hochmoderner Form und aus der Perspektive des Hades im 21. Jahrhundert. Das ist hochinteressant, feministisch angehaucht und auch ein Spaß zu lesen.
Nun folgt ein Krimi. Keine hohe Literatur, aber interessant, weil es Thriller ist, der in Saudi Arabien spielt. Es gibt den Studenten die Möglichkeit, Einblick in das Innenleben von männlichen und weiblichen Muslims zu erhalten, deren Gefühle, deren Werte und Normen. Ich hoffe damit ein paar Vorurteile abbauen zu können.
Zum Schluss noch mal Deutschland - Simple Stories - der erste Roman aus dem wiedervereinigten Deutschland.
Ich freue mich auf fünf intensive Woche mit Studenten.
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Montag, Juli 07, 2014
Sonntag, November 24, 2013
November
Das Semester nähert sich dem Ende. Die Arbeit noch lange nicht - es gibt noch viel zu tun. Zwischendurch aber muss man sich mit etwas beruhigen - bei mir ist das stricken.
Als ist mal wieder ein cowl fertig geworden aus Merino mit Bambus und Lamababy. Superschön-weich in Patent gestrickt. Ergibt einen Muschelschal, der bei kaltem Wetter garantiert den Hals wärmt.
Ein Lochmusterjackenmantel, an dem ich monatelang gefummelt habe.
Und ein Baby-Ensemble
Davon ab habe ich gerade einen Artikel zum zweiten Mal überarbeitet und hoffe, er ist nun fertig. Außerdem arbeite ich jedes Wochenende am Textbuch, und hoffe, dass das Ende in Sicht ist. Da es mein erstes Mal ist, habe ich leider keine Ahnung, wie das Ende aussieht, aber ich hoffe es ist bald soweit.
Außerdem suchen wir ja wie verrückt nach einem neuem Haus. Hier ist es uns einfach zu eng und während wir nicht unbedingt nach Luxus suchen (können wir uns auch gar nicht leisten); aber etwas komfortabler sollte es sein. Wir haben nun auf das dritte Haus ein Angebot abgegeben - zwei haben sich erledigt, nachdem die Inspektion Probleme mit dem Fundament ergeben haben. Falls noch jemand hier lesen sollte, hätte ich kein Problem damit wenn er sie es für mich die Daumen drücken mögen wollte, sozusagen.
Mittwoch, Januar 30, 2013
Eigenlob stimmt
Wenn ich mir so überlege, was ich in den letzten zwei Monaten so geleistet habe, dann brauche ich mich nicht zu schämen. Eigentlich arbeite ich seit August 2011 nonstop - aber die letzten beiden Monate waren besonders happig.
Nachdem ich das Herbstsemester gut über die Bühne gebracht habe mit 2 x fiebriger Erkältung und so, begann das sog. Wintermester, in dem ich im Laufe von fünf Wochen einen Kurs im Web unterrichtet habe, der sonst 14 Wochen dauert. Das hieß, wenn andere gammelten, jeden Tag online schauen, Diskussionen begleiten, Hausarbeiten aufgeben und korrigieren, Klausuren ausarbeiten, eingeben, und dann wieder korrigieren. Zwischendurch wieder mit Bronchitis und Fieber flachgelegen.
Gleichzeitig, das Manuskript meiner Dissertation für die Publikation umgearbeitet. 2 Artikel nicht vollständig neu verfasst, aber aus aus alten Arbeiten herausgearbeitet und zur Publikation eingereicht. Einer ist für die Peer Review angenommen worden. Außerdem habe ich mich dreimal mit verschiedenen abstracts bei diversen Konferenzen beworben. Dann gab es noch Vorarbeiten und Besprechungen noch und nöcher zwecks eines Textbuchs. Die Unterrichtsvorbereitung in diesem Semester (Frühling) ist auch sehr aufwändig. Ich arbeite im Moment gut 13 Stunden jeden Tag. Ich erzähle das nun nicht, um Mitleid oder Bewunderung zu erheischen, sondern weil es einfach so ist und ich dachte, wenn ich mir selbst erzähle was ich so leiste, dass ich mir dann mehr Selbstbewusstsein zuteile. (Wirkt's schon?)
Irgendwie frage ich mich, wann ich mal Freizeit habe. Andererseits liegt es mir im Blut, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich tatsächlich mal rumgammele oder sogar wenn mir die Arbeit Spaß macht, weil dann ist ja keine Arbeit sondern Vergnügen. Wie sich da in meiner Psyche festgesetzt hat weiß ich zwar nicht, aber inzwischen weiß ich, dass es tatsächlich Teil meiner Persönlichkeit ist. Ich arbeite dran. Im März wollen Göga und ich anlässlich des 30sten Hochzeitstags 1 Woche in Florida genießen. Das werde ich wohl vollen Herzens tun, bzw. mich dazu zwingen und mir KEINE Arbeit mitnehmen, so schwer es auch fällt.
Ach ja außerdem habe ich mich mit meiner Dissertation um den Dissertationspreis der Women in German beworben. Ob ich wohl eine Chance habe?
Sonntag, März 18, 2012
Im Fluge
Die Zeit vergeht im Fluge schon ist Mitte März. Jede Woche geht vorbei ehe man sie richtig wahrgenommen hat. Montag und Mittwoch bin ich ab 9 Uhr an der Uni mache Unterrichtsvorbereitung und habe drei Kurse zu unterrichten. Der letzte geht bis 18:30h. An den Tagen bin ich immer sowas von platt. Dienstags mache ich auch Bürokram und wir haben den deutschen Stammtisch von 5 - 6. Donnerstags arbeite ich zu Hause und kümmere mich um meinen Online-Kurs über Weltliteratur. Die Diskussionsforen müssen durchforstet und mit Noten versehen werden. Dann muss der wöchentliche Test online erstellt werden. Freitags noch zwei Vorlesungen für die Kurse, die Mo-Mi-Frei laufen.
Dazwischen müssen aber noch andere Arbeiten erledigt werden - Kommittees, Training für neue Fakultäten - Besuche in Kursen von anderen Professoren etc. Heute abend Dinner für einen Kandidaten für eine neue Stelle bei uns und und und.
Es gibt also genug zu tun und so komme ich zu nix. Am 4 Mai ist die Graduation von der Uni wo ich arbeite und am 11. Mai ist meine eigene Graduation an der VAnderbilt, wo ich den Doktorhut offiziell bekomme. Meine Schwester und ihr Mann kommen aus Deutschland und auch meine kleine Tochter! Wir werden mit Freunden und Familie schön feiern.
Dazwischen müssen aber noch andere Arbeiten erledigt werden - Kommittees, Training für neue Fakultäten - Besuche in Kursen von anderen Professoren etc. Heute abend Dinner für einen Kandidaten für eine neue Stelle bei uns und und und.
Es gibt also genug zu tun und so komme ich zu nix. Am 4 Mai ist die Graduation von der Uni wo ich arbeite und am 11. Mai ist meine eigene Graduation an der VAnderbilt, wo ich den Doktorhut offiziell bekomme. Meine Schwester und ihr Mann kommen aus Deutschland und auch meine kleine Tochter! Wir werden mit Freunden und Familie schön feiern.
Samstag, November 19, 2011
Oh, Deer!
Uns ist gestern abend ein Reh vor den Beetle gelaufen. Die Viecher sind ja riesig her. Es hat ihr beide Hinterläufe gebrochen und sie lag dann auf der anderen Fahrbahn. Wir haben die Polizei gerufen und dann gewartet und Göga hat versucht den Verkehr am Reh vorbeizuleiten. Sie kroch, obwohl nur die Knochen über dem Knie raussteckten und sie Blut spuckte, immer wieder versuchend von der Straße wegzukommen. Es war so schrecklich ein Tier so leiden zu sehen und nichts machen können. Die Polizei kam schließlich nach einer langen Weile und ein Cop hat sie dann erschossen. Dann wurde noch eine Unfallmeldung aufgenommen.
Uns ist nichts passiert, Blechschaden und ein Scheinwerfer kaputt. Aber dieses Leid das sitzt mir noch tief in den Knochen, dass wir das verursacht haben.
Uns ist nichts passiert, Blechschaden und ein Scheinwerfer kaputt. Aber dieses Leid das sitzt mir noch tief in den Knochen, dass wir das verursacht haben.
Donnerstag, August 04, 2011
Hitzewelle II
Gestern hatten wir satte 39 Grad hier... wenn man die Terassentür aufmachte, dann war es als ob ein Fön warme Luft ins Haus wehte. Die Hunde hatten auch keinen Bock auf raus gehen.
Ich hatte einen Termin an der Uni und war dann noch mit meiner Tochter im deutschen Cafe und danach in der Commissary (Lebensmittelgeschäft innerhalb der Kaserne).
Heute war / ist es nicht ganz so heiß (im Moment noch 33 Grad) aber ich war heute in Nashville. Als ich dort eintraf zeigte mein Beetle nur 85 Grad F an (nur 29 Grad C). Aber die Luftfeuchtigkeit war so hoch (keine Zahl :D), dass ich kaum Luft gekriegt habe. Nach ein paar Treppen und 200 m war ich so außer Puste, als wäre ich einen Sprint gelaufen.
Danach habe ich in der Bibliothek aus 7 Büchern je ein Kapitel eingescannt und geschätzte 80 kg Bücher mit nach Haus geschleppt. Das nächste Kapitel der Diss geht um Naturlyrik in der DDR. Schaumermal.
Als ich den Campus verließ saß ein einsames Eichhörnchen an einer Pfütze, die der Rasensprenger auf einem Gullideckel hinterlassen hatte und trank sich satt, während zwei blauschwarze Kolkraben es hungrig beobachteten.
Die Hunde hatte ich heute das erste Mal im Keller in einem Laufstall - da ist er oben nicht im Weg und der Raum hat auch Holzfußboden und AirCondition - Sie mussten also nicht darben. Ein kleines Dankeschön von einer von beiden durfte ich dann bei Heimkunft per Desinfektionstüchlein im Klo entsorgen.
Ich hatte einen Termin an der Uni und war dann noch mit meiner Tochter im deutschen Cafe und danach in der Commissary (Lebensmittelgeschäft innerhalb der Kaserne).
Heute war / ist es nicht ganz so heiß (im Moment noch 33 Grad) aber ich war heute in Nashville. Als ich dort eintraf zeigte mein Beetle nur 85 Grad F an (nur 29 Grad C). Aber die Luftfeuchtigkeit war so hoch (keine Zahl :D), dass ich kaum Luft gekriegt habe. Nach ein paar Treppen und 200 m war ich so außer Puste, als wäre ich einen Sprint gelaufen.
Danach habe ich in der Bibliothek aus 7 Büchern je ein Kapitel eingescannt und geschätzte 80 kg Bücher mit nach Haus geschleppt. Das nächste Kapitel der Diss geht um Naturlyrik in der DDR. Schaumermal.
Als ich den Campus verließ saß ein einsames Eichhörnchen an einer Pfütze, die der Rasensprenger auf einem Gullideckel hinterlassen hatte und trank sich satt, während zwei blauschwarze Kolkraben es hungrig beobachteten.
Die Hunde hatte ich heute das erste Mal im Keller in einem Laufstall - da ist er oben nicht im Weg und der Raum hat auch Holzfußboden und AirCondition - Sie mussten also nicht darben. Ein kleines Dankeschön von einer von beiden durfte ich dann bei Heimkunft per Desinfektionstüchlein im Klo entsorgen.
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Dienstag, August 02, 2011
Freitag, Juli 22, 2011
hallo wer bin ich?
war heute den ganzen tag unterwegs...
ab 10:00 Uhr morgens bis 10 uhr abends
erst Termin wegen der Englisch-Kurse, die ich unterrichten werde, (Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten bzw. wie schreib ich einen vernünftigen Aufsatz)
dann Frisör, dann Göga beim Motorrad-Kurs abholen - Fahrt nach Nashville, Wohnung abnehmen - eine zieht aus, nächste Woche die nächste ein. Dann Dinner mit Freundin, die nächste Woche heiratet aber in Virginia - da kommen wir nicht hin ...
dann zurück nach Clarksville, Mann unterwegs bei seiner Harley absetzen und ihm dann bis nach Hause nachfahren. Als wir bei der Harley Fahrerwechsel gemacht haben, war es außerhalb des Wagens so warm und schwül, dass es mir die Brille total beschlagen hat - als käme man in eine Waschküche. Die Klima im Auto funktioniert also very well
ab 10:00 Uhr morgens bis 10 uhr abends
erst Termin wegen der Englisch-Kurse, die ich unterrichten werde, (Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten bzw. wie schreib ich einen vernünftigen Aufsatz)
dann Frisör, dann Göga beim Motorrad-Kurs abholen - Fahrt nach Nashville, Wohnung abnehmen - eine zieht aus, nächste Woche die nächste ein. Dann Dinner mit Freundin, die nächste Woche heiratet aber in Virginia - da kommen wir nicht hin ...
dann zurück nach Clarksville, Mann unterwegs bei seiner Harley absetzen und ihm dann bis nach Hause nachfahren. Als wir bei der Harley Fahrerwechsel gemacht haben, war es außerhalb des Wagens so warm und schwül, dass es mir die Brille total beschlagen hat - als käme man in eine Waschküche. Die Klima im Auto funktioniert also very well
Sonntag, Mai 22, 2011
Montag, Januar 31, 2011
Schimanski
also ich freue mich ja echt total, dass ich ARD und ZDF im Internet sehen kann - aber der Schimanski heute der war ja echt deprimierend. Dann wollte ich doch so gerne Verblendung gucken - aber das wird nur für Leute in Deutschland ausgestrahlt - kann ich ja verstehen. Aber hier kann ich das nur per Netflix gucken und zwar entweder in Schwedisch mit englischen Untertiteln oder aber ich warte auf das Remake aus Hollywood, über das ich mich total ärgere, weil doch Noomi Rapace die einzige und beste Lisbeth Salander ist. Irgendwie frage ich mich, ob die Schweden sich nicht beleidigt fühlen, dass die Hollywooder eine eigene Version machen müssen. Dann wiederum kommt mir der Gedanke, dass diejenigen, die die Rechte an Stieg Larssons Büchern haben, natürlich die Rechte nochmals und bestimmt noch teurer an Hollywood verscherbelt haben. Ist natürlich auch ein Argument für die Schweden gegen die schwedische Version, oder?
Ach ich weiß nicht.
Ach ich weiß nicht.
Donnerstag, Januar 20, 2011
es schneit es schneit...
ja... und dann wird die schule um 11 uhr morgens beendet und Schüler und Lehrer nach Hause geschickt. Um die Zeit fuhren wir erst los nach Nashville, Kind II zum Flughafen bringen. Alles klaro unterwegs. 3 Stunden später auf dem Rückweg schneit es ein wenig, nix bleibt liegen. dann um 3:30 waren wir zu Hause. Die Nachmittags-Talkshow wird gecancelt für Wetter-nachrichten über sage und schreibe 3 cm Schnee.
Natürlich ist es gefährlich, wenn man nicht gewohnt ist bei Schnee zu fahren. Und natürlich ist es gefährlich wenn sich Eis darunter bildet. Aber diese Panikmache im Fernsehen finde ich fürchterbar. Die Leute stürmen die Supermärkte und decken sich ein mit Milch und Brot - als ob die Welt in bälde zu Ende geht.
only in America
Natürlich ist es gefährlich, wenn man nicht gewohnt ist bei Schnee zu fahren. Und natürlich ist es gefährlich wenn sich Eis darunter bildet. Aber diese Panikmache im Fernsehen finde ich fürchterbar. Die Leute stürmen die Supermärkte und decken sich ein mit Milch und Brot - als ob die Welt in bälde zu Ende geht.
only in America
Sonntag, April 18, 2010
Während nun
mein letzte Gnadenwoche angefangen hat - und ich natürlich so fleißig lerne wie nur möglich, ist auch der Göga in meiner Abwesenheit von Clarksville sehr fleißig und baut mir ein schönes neues Blumenbeet.
Wie man übrigens unschwer erkennen kann, ist es hier nicht üblich, Regenwasser in die Kanalisation einzuleiten - das nur Nebenbei... Man hat dann so ein Plastikrohr, das das Wasser ein wenig vom Haus wegleitet und das man zu jedem Rasenmähen abmachen muss... Ansonsten dürfen sich die Rinnsale von allen Ecken des Hauses ihre Wege in Richtung Straße bahnen und dort in den Gulli laufen.
Wie man übrigens unschwer erkennen kann, ist es hier nicht üblich, Regenwasser in die Kanalisation einzuleiten - das nur Nebenbei... Man hat dann so ein Plastikrohr, das das Wasser ein wenig vom Haus wegleitet und das man zu jedem Rasenmähen abmachen muss... Ansonsten dürfen sich die Rinnsale von allen Ecken des Hauses ihre Wege in Richtung Straße bahnen und dort in den Gulli laufen.
Dienstag, April 06, 2010
Muss man denn
den Frühling auslassen?
Ich meine... letzte Woche 10 Grad, gestern 29 heute 30 Celsius... Menno... Man kann es auch übertreiben...
Na jedenfalls konnte ich gut auf dem Balkon lernen, schön im Schatten mit Blick auf den Fluß - herrlich - wenn auch nicht leise - denn rings herum ist Industrie, links eine 4-spurige Autobrücke, rechts eine vielbefahrene Eisenbahnbrücke. Dennoch - schön!
Ich meine... letzte Woche 10 Grad, gestern 29 heute 30 Celsius... Menno... Man kann es auch übertreiben...
Na jedenfalls konnte ich gut auf dem Balkon lernen, schön im Schatten mit Blick auf den Fluß - herrlich - wenn auch nicht leise - denn rings herum ist Industrie, links eine 4-spurige Autobrücke, rechts eine vielbefahrene Eisenbahnbrücke. Dennoch - schön!
Samstag, April 03, 2010
Goethes Osterspaziergang
Vor dem Tor
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
Dienstag, März 09, 2010
Kolibri
bruetender kolibri
eine webcam auf ein kolibrinest - irgendwie faszinierend - man kann gar nicht weggucken
eine webcam auf ein kolibrinest - irgendwie faszinierend - man kann gar nicht weggucken
Montag, Februar 15, 2010
Panic(k)-Stricken
Panic-Stricken auf English heißt ja, dass man einfach panisch ist. Aufgrund meiner Examensängste, müssen meine Hände immer was zu fummeln haben, wenn ich nicht gerade lese - also ist mir innerhalb von vier Tagen dieses kleine Tuch von den Nadeln gehüpft.
Sonntag, Februar 14, 2010
OK Sonntags
hat sich nun zum Einkaufstag entwickelt. Heut war ich dann mit einer lieben Bekannten zum Shoppen in Brentwood. Wir mussten uns den großen TJMAXX angucken, den sie dort haben. Hach, da muss man nix kaufen, da freut man sich einfach über die vielen Schnäppchen, die man machen könnte, wenn man denn Geld hätte.
Danach waren wir im Chill Spot, ein Cafe, wo man Bubble Tea trinken kann. Bubble Tea ist ein Tee in verschiedensten Geschmackvariationen, in dem sich unten lauter Tapioka-Kugeln befinden. Das ist irgendwie der letzte Schrei. Leider haben diese Kugeln die Konsistenz von Gummibärchen und schmecken wie Laternenpfahl ganz unten. Wir haben es als ein Reicher-Werden an Erfahrung abgehakt und uns halt schlapp gelacht, wie wir versucht haben, den Tee um die Kügelchen herum zu süffeln.
Um uns herum lauter asiatische Teenager, die Tapioka-Kügelchen im Tee, im Kaffee und in Milchshake konsumierten, sich gegenseitig fotographierten, flörteten und was auch immer so hormongesteuerte unter-Zwanzigjährige so machen.
Bubble Tea? -- Without Me!!
Danach waren wir im Chill Spot, ein Cafe, wo man Bubble Tea trinken kann. Bubble Tea ist ein Tee in verschiedensten Geschmackvariationen, in dem sich unten lauter Tapioka-Kugeln befinden. Das ist irgendwie der letzte Schrei. Leider haben diese Kugeln die Konsistenz von Gummibärchen und schmecken wie Laternenpfahl ganz unten. Wir haben es als ein Reicher-Werden an Erfahrung abgehakt und uns halt schlapp gelacht, wie wir versucht haben, den Tee um die Kügelchen herum zu süffeln.
Um uns herum lauter asiatische Teenager, die Tapioka-Kügelchen im Tee, im Kaffee und in Milchshake konsumierten, sich gegenseitig fotographierten, flörteten und was auch immer so hormongesteuerte unter-Zwanzigjährige so machen.
Bubble Tea? -- Without Me!!
Mittwoch, Februar 03, 2010
Man stelle sich vor, es schneit
in Tennessee. So geschehen letztes Wochenende. Donnerstagabend gingen schon die Alarmmeldungen über die Fernsehsender: Morgen werden wir einen Schneesturm haben hieß es, und vorsichtshalber wurdeen schon mal sämtliche Schulen und die Hälfte der Universitäten in Tennessee geschlossen. Als ich um 9.00 Uhr morgens aus dem Fenster sah schneite es ein wenig und ich bekam Nachricht, dass ich auch meinen Kurs absagen könnte wenn ich Sicherheitsbedenken hätte. Nun bin ich als deutsche ja eher gewöhnt, im Schnee Auto zu fahren, aber man ist ja hier nicht allein auf der Straße. Ich wäre vielleicht noch gut an die Uni bekommen, aber auf dem Rückweg wäre garantiert das Chaos ausgebrochen und außerdem hätte ich es nicht mehr sicher nach Hause nach Clarksville geschafft.
Also habe ich mich in mein Auto geschwungen und bin gen Norden gedüst. Nach ungefähr 5 km hatte es schon aufgehört zu schreien und ich hatte freie Fahrt bis vor meine Haustür. In Clarksville hat es erst nachmittags angefangen zu schneien. bis zum nächsten Morgen waren es dann aber auch gute 20 cm. Dem waren die Leute aus Tennessee überhaupt nicht gewachsen und ich war froh, dass ich nicht aus dem Haus musste. Wäre ich zu Uni gefahren, hätte ich das ganze Wochenende in Nashville verbringen müssen, denn die Lage auf den Autobahnen wurde dann auch katastrophal. Später habe ich sogar gehört, dass die Straßenbehörden gar kein Salz mehr hatten, um zu streuen. Im Fernsehen lief kaum etwas anderes als Nachrichten über dem Schnee. Man stelle sich vor man schaut die Tagesschau und sieht wie ein Reporter mit der Kamera hinter der Windschutzscheibe ganz langsam durch verschneiten Straßen fährt und darüber berichtet. Aber so ist das eben, wenn man in einem Staat lebt, wo Schnee eher selten ist.
Sonntags habe ich mich wie immer dann vor der Rückfahrt mit Göga in der Mensa meiner alten Uni in Clarksville zum Mittagessen getroffen, ehe ich zurück nach Nashville gefahren bin. Die Nebenstraßen waren nicht geräumt und auch die Gehwege und besonders die Treppen an der alten Uni waren die blanke Katastrophe. Wir sind nur so geschlittert. Im Nachhinein mussten sie deswegen auch am Montag die Universität schließen, denn es war für Fußgänger viel zu gefährlich. Ich bin aber gut nach Nashville gekommen, denn die Autobahn zwar völlig frei. Montags an der Uni in Nashville war das Leben als Fußgänger auch nicht sehr angenehm. Es wurde dann aber recht schnell warm genug, so dass die Pracht anfing zu schmelzen.
Über das bisschen Schnee könnt Ihr in Deutschland sicherlich nur lachen, aber hier war es das erste Großereignis des Jahres. Nun soll es nächstes Wochenende wieder schneien und ich hoffe und dass es nicht wieder so chaotisch wird.
Dass ich jetzt Schwiegermutter bin, ist ja inzwischen bekannt. Samstag hat also der neue Schwiegersohn im Schweiße seines angesichts mit einem mühsam erkämpften Schneeschieber unsere gesamte Einfahrt frei geschippt. Damit war er gut und gerne Zwei Stunden beschäftigt. So mögen frisch gebackene Schwiegermütter natürlich ihre frisch gebackenen Schwiegersöhne am liebsten. Abends sind wir dann zu viert beim Italiener essen gewesen und die neuen Familienmitglieder haben sich noch ein wenig beschnuppert mit, wie ich meine, sehr positivem Ergebnis.
Also habe ich mich in mein Auto geschwungen und bin gen Norden gedüst. Nach ungefähr 5 km hatte es schon aufgehört zu schreien und ich hatte freie Fahrt bis vor meine Haustür. In Clarksville hat es erst nachmittags angefangen zu schneien. bis zum nächsten Morgen waren es dann aber auch gute 20 cm. Dem waren die Leute aus Tennessee überhaupt nicht gewachsen und ich war froh, dass ich nicht aus dem Haus musste. Wäre ich zu Uni gefahren, hätte ich das ganze Wochenende in Nashville verbringen müssen, denn die Lage auf den Autobahnen wurde dann auch katastrophal. Später habe ich sogar gehört, dass die Straßenbehörden gar kein Salz mehr hatten, um zu streuen. Im Fernsehen lief kaum etwas anderes als Nachrichten über dem Schnee. Man stelle sich vor man schaut die Tagesschau und sieht wie ein Reporter mit der Kamera hinter der Windschutzscheibe ganz langsam durch verschneiten Straßen fährt und darüber berichtet. Aber so ist das eben, wenn man in einem Staat lebt, wo Schnee eher selten ist.
Sonntags habe ich mich wie immer dann vor der Rückfahrt mit Göga in der Mensa meiner alten Uni in Clarksville zum Mittagessen getroffen, ehe ich zurück nach Nashville gefahren bin. Die Nebenstraßen waren nicht geräumt und auch die Gehwege und besonders die Treppen an der alten Uni waren die blanke Katastrophe. Wir sind nur so geschlittert. Im Nachhinein mussten sie deswegen auch am Montag die Universität schließen, denn es war für Fußgänger viel zu gefährlich. Ich bin aber gut nach Nashville gekommen, denn die Autobahn zwar völlig frei. Montags an der Uni in Nashville war das Leben als Fußgänger auch nicht sehr angenehm. Es wurde dann aber recht schnell warm genug, so dass die Pracht anfing zu schmelzen.
Über das bisschen Schnee könnt Ihr in Deutschland sicherlich nur lachen, aber hier war es das erste Großereignis des Jahres. Nun soll es nächstes Wochenende wieder schneien und ich hoffe und dass es nicht wieder so chaotisch wird.
Dass ich jetzt Schwiegermutter bin, ist ja inzwischen bekannt. Samstag hat also der neue Schwiegersohn im Schweiße seines angesichts mit einem mühsam erkämpften Schneeschieber unsere gesamte Einfahrt frei geschippt. Damit war er gut und gerne Zwei Stunden beschäftigt. So mögen frisch gebackene Schwiegermütter natürlich ihre frisch gebackenen Schwiegersöhne am liebsten. Abends sind wir dann zu viert beim Italiener essen gewesen und die neuen Familienmitglieder haben sich noch ein wenig beschnuppert mit, wie ich meine, sehr positivem Ergebnis.
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Freitag, November 27, 2009
Sonntag, April 12, 2009
Morschen
nein übermorschen, muss ich Camus unterrichten DER FREMDE... Viel Vorbereitungsarbeit zusätzlich zu all dem Mist den ich selbst für meine Kurse machen muss. Ich weiß echt nicht, wo mir der Kopf steht vor lauter Arbeit im Moment. Und dabei mache ich dann so Fluchtversuche in die Trivialliteratur, damit ich mal nicht nachdenken muss eine zeitlang. Leider ist es dann so, dass ich den analytischen Kopf irgendwie nicht abschalten kann und dann irgendwie am Hörbuch rumanalysiere, bzw. mich über falsche Ausdrucksweise ärgere statt mich zu entspannen.
Heute war ich auf einem Osteressen, zu dem ich die Rouladen beigesteuert habe...mmmh lecker. Leider hat eine davon mein geliebtes Allergiekind mal wieder ins Krankenhaus befördert. Wie ich das hasse!!! Beschissen das. Da geht dir als Mutter der Arsch auf Grundeis. Nunja... also das Essen mit Studienkollegen und einem Gastprofessor war sehr nett und man musste natürlich nach deutscher Art einen Verdauungsspaziergang machen. Leider hatte ich keine passenden Schuhe an und so musste ich nach einer Weile umkehren, und habe nun ca. 3cm große Blasen unter beiden Füßen. Es gibt wirklich schöneres - ich kann es nicht anders sagen.
Und nun werde ich weiter den ollen Camus recherchieren, dann klappts auch mit dem Nachbarn, oder wie war das?
Heute war ich auf einem Osteressen, zu dem ich die Rouladen beigesteuert habe...mmmh lecker. Leider hat eine davon mein geliebtes Allergiekind mal wieder ins Krankenhaus befördert. Wie ich das hasse!!! Beschissen das. Da geht dir als Mutter der Arsch auf Grundeis. Nunja... also das Essen mit Studienkollegen und einem Gastprofessor war sehr nett und man musste natürlich nach deutscher Art einen Verdauungsspaziergang machen. Leider hatte ich keine passenden Schuhe an und so musste ich nach einer Weile umkehren, und habe nun ca. 3cm große Blasen unter beiden Füßen. Es gibt wirklich schöneres - ich kann es nicht anders sagen.
Und nun werde ich weiter den ollen Camus recherchieren, dann klappts auch mit dem Nachbarn, oder wie war das?
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